Bagan in Myanmar - die Tempelstadt im Überblick

Prachtvolle Tempel, so weit das Auge reicht und eine fast surreal wirkende Steppenlandschaft - Willkommen in Bagan! Auf dieser Seite erfährst du alles über eines der schönsten Reiseziele in Myanmar. Natürlich haben wir auch wieder einige Insidertipps für dich.

Ein Ballon über Bagans atemberaubender Pagodenlandschaft

Die historische Königsstadt ist zweifellos eines der schönsten in Ziele Myanmar. Die besondere, entspannte Atmosphäre der Pagodenlandschaft scheint sich auf die Reisenden zu übertragen. Ein Besuch gehört definitiv zum Pflichtprogramm.

Wusstest du, dass Bagan die Wiege des Buddhismus in Myanmar ist?

Lies weiter und erfahre mehr über die Geschichte Bagans und die Architektur der Tempel und Pagoden. Ganz am Schluss findest du die wichtigsten Tipps für deinen Aufenthalt in Bagan.

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Bagan - Die spannende Geschichte im Überblick

Bagan war früher die Hauptstadt eines riesiges Königreichs. Von hier aus wurde zwischen ca. 900 - 1300 das ganz Reich beherrscht, das damals fast die Ausmaße des heutigen Staatsgebietes von Myanmar hatte.

Bagan - Die Wiege des Buddhismus in Myanmar

Die Blütezeit des Königreichs begann mit Thronbesteigung König Anawrahtas im Jahre 1044. Anawrahtas war der erste buddhistische König. Er vertrieb die Priester des bis dahin dominierenden Schlangenkults.

Anawrahtas Herrschaft - Grundstein für den Buddhismus in Myanmar

In den folgenden 200 Jahren setzten zunächst sein Sohn und später dann die nachfolgenden Könige die Dynastie fort. Durch die günstige Lage am Irrawaddy-Fluß (hier trafen sich Handelswege aus China und Indien) flossen unvorstellbare Reichtümer in die Schatzkammern des Königreichs.

Während dieser Zeit verwendeten die verschiedenen Könige einen Teil der Reichtümer darauf, über 10 000 Tempel, Pagoden, Klöster und andere buddhistische Heiligtümer zu erbauen.

Bagan wurde zu einer der größten Städte des Mittelalters

Etwa 15 mal größer als das damalige London. Eine Weltstadt, in der sich gelehrte über Themen wie Religion, Philosophie, Schrift und Sprache austauschten. Ab Mitte des zwölften Jahrhunderts lief es dann nicht mehr so gut.

Tragisch: Die einstige Weltstadt schrumpfte zu einem Dorf zusammen

Zu hohe Kosten für die Erhaltung der vielen Tempelanlagen läuteten den Niedergang des Königreichs ein. Als dann auch noch die Armee der Mongolen in das Gebiet des geschwächten, birmanischen Reiches vorrückte, war das Ende des Königreichs besiegelt. Der König und sein Gefolge wurden vertrieben

Die Architektur der Tempel und Pagoden in Bagan

Bagan gilt als eine der größten archäologischen Stätten Asiens. Das Tempelareal inmitten der Steppenlandschaft wirkt sehr weitläufig, das liegt vor allem daran, dass früher noch die Häuser der einstigen Bewohner zwischen den Tempeln standen. Während die Holz-Häuser verrotteten, überdauerten die Tempel die Jahrhunderte.

Der Grundriss der Tempelanlagen ist dem Zentrum des Buddhistischen Kosmos, mit seinen bis dahin acht bekannten Planeten des Sonnensystems nachempfunden.

Die Zahl intakten Tempel und Pagoden wird auf ca. 2200 geschätzt

Durch die trockenen Bedingungen sind viele der historischen Bauten, und auch die prachtvollen Malereien in ihrem Inneren, sehr gut erhalten. Die Architektur der Tempel lässt sich grob in zwei Stile unterteilen:

Massiv (Stupa-Stil)

Die Shwezigon-Pagode - ein klasse Beispiel für den Stupa-Stil

Stupas erkennt man an ihrer Glockenform. Im Inneren der Massiven Kuppel befindet sich meist eine Reliquienkammer. Die Stupas in Bagan gelten als Vorbild für spätere Tempel im ganzen Land. Ein typisches Beispiel für diesen Baustil ist die Shwezigon-Pagode

Hohl, begehbar (Gu-Stil)

Die Dhammayazika-Pagode wurde im Gu-Stil erbaut

Im sog. Gu-Stil erbaute Tempel sind in der Regel begehbar. Die Kammern im Inneren können für Meditationen und für Andachten genutzt werden. Charakteristisch sind auch Terrassen- bzw. Pyramidenförmige Bauweisen.

Unsere Tipps für deinen Besuch in Bagan

Heute ist Bagan vor allem eine wichtige Touristenattraktion, mit allem was dazugehört. In den letzten Jahren wurden ein Golfplatz, Luxushotels, eine breite Straße und ein Aussichtsturm gebaut.

Besonders die einheimische Bevölkerung hatte unter dem Ausbau des Tourismus zu leiden. 1998 wurden die Menschen, die bis dahin noch auf dem Tempelareal lebten, in den neu geschaffenen Ort "New Bagan" umgesiedelt.

Derzeit werden die alten Tempel nach und nach renoviert und zum Teil auch rekonstruiert und neu aufgebaut. Teilweise werden auf den alten Fundamenten sogar neue Tempel erbaut - von reichen Burmesen finanziert.

Bei gläubigen Buddhisten aus den Nachbarländern (z.B. Thailand und China) ist Bagan als Pilgerort weiterhin sehr beliebt.

Organisatorisches:
  • Für das Betreten des Tempelareals in Bagan musst du eine Gebühr von 25.000 Kyat (ca. 15 €) bezahlen. Das Ticket ist 5 Tage gültig. Bezahlt wird entweder direkt am Flughafen oder, wenn du mit dem Bus oder Taxi anreist, an einem Checkpoint vor Bagan.
  • Nimm eine Taschenlampe mit, wenn du auf Besichtigungstour gehst. Oft gibt es in den Tempeln kein elektrisches Licht und die schönen Schnitzereien und Wandmalereien sind nicht zu sehen.
  • Am frühen Morgen ist es oft recht kühl. Nimm einen Pullover oder eine dünne Jacke mit, wenn du z.B. einen morgendlichen Ausflug machst, um den Sonnenaufgang zu sehen.
  • Tagsüber kann es sehr heiß werden. Tragen im Freien am besten immer eine Kopfbedeckung und nimm genügend Wasser mit, wenn du einen Ausflug machst.
  • Eine Fahrt mit Kutsche oder Fahrrad durch die Steppe ist eine staubige Angelegenheit. Hier hilft eine Sonnenbrille.
  • Überall am Straßenrand wird Lackkunst angeboten. Keine Angst, die Kunstwerke sind gar nicht so teuer wie sie aussehen. Oft ist der Verkauf der "Lacquerware" die einzige Einnahmequelle für die einheimische Bevölkerung.
  • Um alle Sehenswürdigkeiten stressfrei zu besuchen, solltest du mindestens zwei bis drei Tage Aufenthalt in Bagan einplanen.

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