Highlights - Sehenswürdigkeiten in Yangon

Shwedagon-Pagode, Circular Train, Kandawgyi-See, Sule-Pagode, Bogyoke Aung San Markt - die aufstrebende Metropole Yangon hat einiges zu bieten. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und natürlich auch einige Insidertipps.

Shwedagon-Pagode

Die Shwedagon-Pagode ist zweifellos das prunkvollste und schönste Wahrzeichen Myanmars. Sie ist eine der bedeutendsten Stupas der Welt und ein wichtiges buddhistisches Heiligtum.

Kaum mit der Kamera einzufangen - das magische Leuchten der Shwedagon-Pagode

Wer das unglaublich schöne Leuchten der Kuppel im Abendlicht einmal mit eigenen Augen gesehen, hat wird dieses Erlebnis nicht mehr so schnell vergessen.

Das Leuchten der Kuppel wirkt fast magisch und überstrahlt das ganze Areal.

Auch als Nicht-Buddhist, spürt man die spirituelle Bedeutung dieses Ortes. Das Leuchten der Kuppel und die andächtige Stille auf der Hauptplattform hinterlassen einen tiefen Eindruck.

Shwedagon-Pagode (Foto von Jason Eppink)

Die Shwedagon-Pagode ist eine bedeutende Pilgerstätte für Buddhisten aus der ganzen Welt. Die Gläubigen besuchen die Pagode so oft wie möglich, um zu beten und zu meditieren. So werden z.B. Buddhas, die eine bestimmte Bedeutung für den Gläubigen haben (z.B. einen astrologischen Bezug zum Geburtsdatum) mit Wasser übergossen.

Die Legende der Shwedagon-Pagode

Um den Ursprung der Shwedagon-Pagode ranken sich viele Legenden. Die Kurzfassung:

Vor mehr als 2500 Jahren trafen zwei Händler auf dem Weg nach Indien den Buddha Gautama. Durch die Begegnung wurden sie erleuchtet und machten dem Buddha Geschenke. Im Gegenzug erhielten sie zum Abschied acht Haare vom Haupthaar des Buddhas, die sie in einer goldenen Schatulle aufbewahrten.

Auf der turbulenten Heimreise mussten die Händler einen Teil der Haare als Wegzoll an einen König abgeben. Ein anderer König raubte weitere zwei der kostbaren Haare (in einer anderen Version der Legende wurden die Haare von einer Schlange gefressen).

Zuhause in Okkala (später Dagon, heute Yangon) angekommen, wurde mithilfe des Königs Sakka überlegt, wo die heiligen Haare aufbewahrt werden sollten. Schnell wurde beschlossen, zu diesem Zweck eine Pagode zu bauen, in der die Reliquien eingemauert werden sollten.

Als König Sakka das Kästchen mit den Haaren öffnete, waren, wie durch ein Wunder, wieder alle acht Haare vorhanden. Es blitzte, donnerte und regnete Edelsteine. Blinde konnten wieder sehen und Taube wieder hören - die Shwedagon-Pagode war geboren.

Die fast 100 Meter hohe Shwedagon-Pagode befindet sich auf dem Hügel Pegu-Joma (Dagon Township - Western District) und ist von fast jedem Punkt der Stadt aus zu sehen. Das Areal umfasst ungefähr 60 000 Quadratmeter.

Der Legende nach ist die Shwedagon-Pagode mehr als 2500 Jahre alt. Das genaue Alter ist aber unklar. Über die Jahrhunderte wurde die Pagode mehrmals von Erdbeben und Feuern stark beschädigt, jedoch immer wieder auf- und auch weiter ausgebaut. Jeder König des alten burmesischen Reiches, der etwas auf sich hielt, spendete Gold und Edelsteine für das Heiligtum.

Heute ist die Kuppel (die sog. Chedi) mit geschätzten 60 Tonnen Gold bedeckt. Der obere Teil ist mit mehreren tausend Edelsteinen (hauptsächlich Saphire, Rubine und Diamanten) geschmückt. Auf der Spitze befindet sich ein riesiger, glitzernder Diamant. Die verschiedenen Schreine und Tempel, die die Kuppel umgeben, sind Wochentagen, Sternzeichen und Planeten gewidmet.

Goldverzierte Buddhastatuen im Inneren der Shwedagon-Pagode

Die Pagode ist über vier Eingänge (der südliche Eingang ist der Haupteingang) zugänglich. Ausgehend von den Eingängen gelangt man über viele Stufen und Terrassen auf die Hauptplattform. Die Shwedagon-Pagoda-Road führt direkt auf den Südeingang zu.

Der Osteingang wird von vielen als der schönste und ursprünglichste Zugang empfunden.

Er geht direkt in den von Essens- und Souvenirhändlern belagerten Bahan Basar über.

Allgemeine Hinweise:

  • Ein Taxi vom Zentrum zur Shwedagon-Pagode kostet ca. 3000 Kyat.
  • Von der Busstation an der Sule-Pagode aus, fährt ein Bus direkt zur Shwedagon-Pagode (Kosten ca. 200 - 300 Kyat).
  • Die Pagode ist von 6:30 Uhr bis 22:00 Uhr für Besucher geöffnet.
  • Das Tempelareal darf nicht mit Schuhen betreten werden. Schuhe können umsonst (bzw. gegen eine kleine Spende), an den Zugängen abgegeben werden.
  • Kleiden Sie sich angemessen. Beine und Schultern sollten bedeckt sein. Für den Notfall sind Wickeltücher (Longhi) an den Ticketschaltern erhältlich.
  • Der Eintritt kostet für Ausländer 5 $. Für Burmesen ist der Eintritt kostenlos.
  • Wenn Sie sich für Geschichte und Architektur der Pagode interessieren, lohnt es sich, einen der Führer (Guides), die überall auf der Hauptplattform ihre Dienste anbieten, anzuheuern (5-6 $). In der Regel sind die Guides kompetent und freundlich.
  • Am Südeingang befindet sich ein Aufzug, mit dem Sie bis zur Hauptplattform fahren können.
  • Ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang leuchtet die Kuppel der Shwedagon-Pagode am schönsten.
Tipp

Für ein Erinnerungsfoto eignet sich die Straße vor dem Osteingang am besten. Hier hat man einen tollen Blick auf die Pagode, mit dem ursprünglichen Bahan Basar im Vordergrund. Auch von der Terasse am Ostufer des Kandawgyi-Sees bietet sich ein wunderschöner Blick auf die Shwedagon-Pagode.

Circular Train

Eine schöne Möglichkeit, um einen Einblick in den Alltag der Menschen Yangons zu bekommen ist der "Circular Train". Diese Zugstrecke führt im Kreis um Yangon herum und verbindet die Vororte mit dem Zentrum.

Los gehts! Mit dem Circular Train rund um Yangon.

Bei gemütlicher Reisegeschwindigkeit können Sie sich einen Überblick über die Stadt verschaffen. Außerdem bietet die Fahrt mit dem Circular Train Gelegenheit, Kontakte mit den Einheimischen zu knüpfen. Diese sind meist genau so neugierig wie Sie und man kommt schnell ins Gespräch.

Täglich nutzen über 100 000 Menschen den Circular Train, um zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen in das Stadtzentrum und wieder zurück zu fahren. Der Zug hält an 39 Haltestellen. Eine Runde ist ca. 45 km lang.

Der Circular Train verbindet die Vororte mit dem Zentrum

Der Circular Train fährt an Gleis 6 / 7 des Hauptbahnhofs (Central Railway Station) ab, dreht eine Runde um Yangon und kommt nach ca. 3 Stunden Fahrzeit wieder am Hauptbahnhof an.

Fahrkarten bekommen Sie am Schalter, direkt auf dem Bahnsteig (Gleis 6 / 7). Eine Fahrtkarte kostet nur 1 $.

Abfahrtszeiten: Die Züge fahren ganze 21 mal am Tag im Kreis. Es fährt jeweils ein Zug im Uhrzeigersinn und einer gegen den Uhrzeigersinn. Die Züge fahren also fast stündlich von 3:45 Uhr morgens bis 22:15 abends.

Auszug aus dem Fahrplan: Im Uhrzeigersinn: 8:20 Uhr; 10:20 Uhr; 11:30 Uhr; 13:05 Uhr; 14:30 Uhr; 17:10 Uhr. Gegen den Uhrzeigersinn: 8:40 Uhr; 10:45 Uhr; 11:50 Uhr; 13:40 Uhr; 16:40 Uhr.

Wichtige Haltestellen:

  • Yangon Central (Hauptbahnhof)
  • Dagon University
  • Insein (Northern District)
  • Mingaladon (in der Nähe des Flughafens)

Weitere Hinweise:

  • Vergessen Sie nicht, Ihren Reisepass. Dieser muss beim Fahrkartenkauf vorgezeigt werden.
  • Nehmen Sie viel Wasser mit. Im Zug kann es sehr heiß werden. Snacks können Sie unterwegs, von den regelmäßig im Zug auftauchenden Händlern kaufen.
  • Die Züge sind sehr einfach ausgestattet. Gesessen wird auf Holzbänken. Toiletten gibt es nicht.
  • In der Rush Hour am frühen Morgen und am späten Nachmittag kann der Zug sehr voll werden.
  • Um die Mittagszeit ist der Zug relativ leer. Die Zugfahrt bietet Fahrtwind und Schatten. Eine gute Möglichkeit, der Mittagshitze zu entkommen!
  • Es ist kein Problem, an einer Haltestelle auszusteigen, sich etwas umzusehen, und ein bis eineinhalb Stunden später, mit dem nächsten Zug weiterzufahren.
  • Wenn Ihnen drei Stunden, für den kompletten Rundkurs zu lange sind, können Sie nach ca. 1 Std. An der Insein-Station aussteigen und von dort aus, zum Hauptbahnhof zurückfahren.

Kandawgyi-See

Der Kandawgyi-See (königlicher See) ist eine grüne Oase, mitten in der Stadt. Viele Yangoner erholen sich hier vom stressigen Stadtleben. Die Uferpromenade wird von Familien, verliebten Pärchen, Joggern, Mönchen und lachenden Teenagern bevölkert.

Der See liegt sehr zentral, östlich der Shwedagon-Pagode. Um den See herum befinden sich verschiedene Parks und Gärten, wie der "Kandawgyi Nature Park" und der zoologische Garten Yangons.

Kandawgyi-See - Auf der rechen Seite sehen Sie das Kandawgyi Palace Hotel

Die Briten legten den Kandawgyi-See während der Kolonialzeit, als Frischwasserreservoir an. Der See hat einen Umfang von ca. 8 Kilometern und ist ungefähr einen Meter tief.

Am Ostufer befindet sich das sogenannte "Karaweik" - Ein 1974 fertiggestellter Nachbau einer königlich- burmesischen Barke. Im inneren befindet sich ein Restaurant.

Karaweik - Nachbau einer königlichen, burmesischen Barke

Weitere Informationen:

  • Ein Taxi vom Zentrum aus kostet ca. 3000 Kyat.
  • Ausländer müssen 2 $ Eintritt bezahlen.
  • Entlang des Südufers verläuft ein Holzsteg. Er führt an einem kleinen Tempel und am berühmten Kandawgyi Palace Hotel vorbei. Das betreten des Holzsteges kostet 2000 Kyat extra.
  • Von der Terrasse am Ostufer hat man, besonders kurz vor Sonnenuntergang, einen tollen Blick auf die Kuppel der Shwedagon-Pagode.
  • Das Ostufer ist am belebtesten. Hier finden sich Bars und Restaurants mit Blick auf den See.
  • Am Nordufer des Sees liegt der weithin sichtbare Utopia Tower. Der Turm beherbergt einige Karaokeräume und ein Tonstudio. Von der Aussichtsplattform auf dem Dach hat man einen tollen Blick über Yangon.

Sule-Pagode

Die ca. 40 m hohe Sule-Pagode steht auf einer Verkehrsinsel, mitten in der Stadt (Kyauktada Township - Western District). Der Legende nach wurde sie noch vor der Shwedagon-Pagode, also vor über 2500 Jahren erbaut und war das Zuhause eines mächtigen Nats (Geistes) namens Sularata (der Sule Nat).

Sule Pagode - Foto von Jason Eppink - CC

Eine architektonische Besonderheit ist die, vom Sockel bis zur Kuppel, durchgehend achteckige Form der Pagode. Jede der acht Seiten ist einem anderen Wochentag (der Mittwoch ist im Buddhismus in zwei Tage aufgeteilt) gewidmet und mit einem entsprechenden Schrein ausgestattet.

Der belebte Platz, auf dem die Sule-Pagode steht, hat eine wichtige, politische und kulturelle Bedeutung für die Bürger Yangons. Die Pagode diente während der Proteste von 1988 und 2007 als wichtiger Treffpunkt für die Demokratisierungsbewegung. Leider wurden die Proteste hier auch als erstes, brutal vom Militär niedergeschlagen.

  • Die Sule-Pagode hat von 4 Uhr bis 22 Uhr geöffnet.
  • Der Eintritt kostet 5 $.
  • Rund um die Pagode bieten Wahrsager, Astrologen und Uhrmacher ihre Dienste an.
  • Der Schrein, der zu dem Wochentag gehört, an dem Sie geboren sind, enthält Ihren Geburtstagsbuddha.
  • In manchen Reisführern wird immer noch empfohlen, Geld auf dem Schwarzmarkt, vor der Sule-Pagode zu wechseln. Tun Sie das nicht! Die Situation hat sich geändert. Wechseln Sie Ihr Geld besser in einer Bank.

Bogyoke Aung San Markt

Der Bogyoke Aung San Markt (früher Scott´s Market) ist der bekannteste Markt der Stadt. Der Gebäudekomplex wurde 1927 von der britischen Kolonialregierung errichtet. Er befindet sich im Zentrum Yangons (Pabedan Township - Western District).

In der Mitte des quadratischen Gebäudes befindet sich eine große Halle, in der vor allem Juweliere, Schmuck und Edelsteine anbieten. Rund um die Große Halle befinden Sich kleinere Stände und Läden. Die Händler verkaufen vor allem Schnitzereien, Kleidung (aus Seide und Baumwolle), antike Möbel und Souvenirs aller Art.

In den 90er Jahren wurde auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine neue, etwas kleinere Markthalle gebaut, die über eine Brücke erreichbar ist. Im neuen Teil gibt es vor allem Medizin, Kosmetik und aus dem Ausland importierte Waren.

Unsere Shoppingtipps:

  • Vergleichen Sie die Preise der verschiedenen Händler. Die Preise können sehr stark variieren.
  • Handeln gehört in Myanmar dazu. Wichtig ist dabei, immer höflich zu bleiben und zu lächeln. Nehmen Sie sich Zeit!
  • Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie einen Einheimischen bitten, Sie zu begleiten. Das kann vor allem bei Preisverhandlungen sehr hilfreich sein.
  • Vor allem bei Edelsteinen und Schmuck (Myanmar ist für seine schönen Rubine, Saphire und Perlen bekannt) sind Schnäppchen möglich, Sie sollten sich jedoch gut auskennen, um Qualitätsunterschiede zu erkennen.
  • Schmuck und Edelsteine dürfen nur gegen Vorlage eines Rechnungsbelegs, den ein staatlich lizenzierter Händler ausgestellt hat, aus Myanmar ausgeführt werden.
  • Beim Kauf von Schmuck und Edelsteinen sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass ein Teil des Geldes direkt in die Taschen der Generäle fließt. Mit dem Kauf von Schmuck und Edelsteinen unterstützen Sie das Militärregime.
  • Die Ausfuhr von Antiquitäten ist strengstens verboten. Wer erwischt wird, muss mit einer mehrmonatigen Haftstrafe rechnen.

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