Inle-See - Einleitung und Überblick

Lassen Sie sich treiben - In einem Kanu auf dem Inle-See zu sitzen bedeutet pure Entspannung. Nur von der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt umgeben, fühlt man sich Lichtjahre vom stressigen Alltag zuhause entfernt.

Der Inle-See gilt als eines der landschaftlich reizvollsten Ziele Südostasiens.

Schwimmende Dörfer, Märkte und Gärten - am Inle-See leben die Menschen von und mit dem Wasser.

Der Inle-See - Leben von und mit dem Wasser

Die Bewohner der Region um den See nennen sich selbst "Intha", was so viel wie "Kinder des Sees" bedeutet. Auch wenn die Tourismusbranche in der Region langsam wächst, haben sich die einheimischen ihre ursprüngliche Lebensweise bewahrt. Die Menschen leben seit Generationen von Fischfang, Gemüseanbau und Bambusverarbeitung.

Viele Intha leben in Schwimmenden Dörfern, mitten auf dem See.

Die meisten Häuser sind aus Bambus gebaut und stehen auf Pfählen im Wasser. Wer kurz den Nachbarn besuchen möchte schnappt sich ein kleines Kanu und fährt los. Oft gibt es auch schmale Brücken zwischen den Häusern.

Schon die kleinsten lernen, wie man im stehen auf dem Kanu balanciert.

Natürlich fahren die Kinder auch mit dem Kanu zur Schule. Was bei den Intha so einfach und elegant aussieht, fällt so manchem Tourist schwer - viele fallen schon beim Einsteigen in ein größeres Boot fast ins Wasser.

Die Fischer des Inle-See treiben die Balancekunst zur Perfektion - Nicht ohne Grund werden Sie "Einbeinruderer" genannt. Die Fischer stehen auf nur einem Bein im hinteren Teil des Kanus. Das andere Bein wird zum Rudern benutzt, um die Hände zum Fischen frei zu haben.

Balancekunst in Perfektion - Einbeinruderer am Inle-See

Neben der Fischerei leben viele Seebewohner vom Obst- und Gemüseanbau. Auf dem fruchtbaren Schlamm am Boden des Sees gedeihen die Pflanzen besonders gut. Sie werden mit Bambusstangen, in Reihen, am Seeboden verankert.

Die schwimmenden Gärten werden vom Boot aus bewirtschaftet.

Die Ernte umfasst Tomaten, Gurken, Bohnen und Auberginen in toller Qualität - Kein Vergleich mit dem Gemüse aus dem Supermarkt zuhause.

Paradies in Gefahr

Das empfindliche Ökosystem des Sees leidet unter dem Anstieg von Tourismus und intensiver Landwirtschaft in den letzten Jahren.

Während der "Rush Hour" knattern zu viele Boote über den See - Lärmbelästigung und Abgase werden immer mehr zum Problem. Eine weitere Belastung für die Seenlandschaft ist die wachsende Zahl der Landwirtschaftlich genutzten Flächen und der zunehmende Einsatz von Pestiziden.

Von den Umweltproblemen bekommen die meisten Urlauber kaum etwas mit. Seit einiger Zeit wächst jedoch das Verständnis für den Umweltschutz in der Bevölkerung. Um die einzigartige Seenlandschaft zu retten, muss aber noch einiges passieren. Hier ist vor allem die Regierung gefordert, die richtigen Voraussetzungen für einen umweltverträglichen Tourismus und eine nachhaltige Landwirschaft zu schaffen.

Für den Besuch des Sees muss eine Gebühr von 5 $ bezahlt werden. Bezahlt wird entweder direkt am Flughafen, oder, wenn Sie mit dem Bus oder Taxi anreisen, an einem Checkpoint vor Nyaungshwe.