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Schwimmende Märkte und Dörfer, heiße Quellen, Höhlen, die Phaung Daw U Pagode, springende Katzen, Volgelbeobachtung und Trekking in die Berge von Kalaw - Die Region um den Inle-See hat einiges zu bieten.

Hier finden Sie Informationen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um den See.

Schwimmende Märkte

Rund um und auf dem See gibt es mehrere schwimmende Märkte. Die meisten von ihnen sind hauptsächlich auf Touristen ausgerichtet. Entsprechend viele Souvenirhändler bieten ihre Waren an.

Shopping, mitten auf dem Wasser - Schwimmende Märkte am Inle-See

Wer das echte Marktleben mitbekommen, und dem Stau, der durch die vielen Touristenboote verursacht wird, entgehen möchte, sollte früh aufstehen und am besten bereits vor acht Uhr morgens vor Ort sein. Um diese Zeit erledigen die einheimischen ihre Einkäufe und die Touristen schlafen noch.

Der authentische, lokale Markt, auf dem die Einheimischen (oft in Stammestracht), z.B. Gemüse, Obst, Kräuter, Kühe und Schweine anbieten, findet jeden Tag an einem anderen Ort statt.

Insgesamt gibt es fünf Orte, die den Markt im Rotationsprinzip ausrichten:
  • Nyaungshwe
  • Heho
  • Taunggyi
  • Minethauk
  • Shwenyaung

Nicht alle Märkte finden auf dem Wasser statt. Am besten fragen Sie in ihrem Hotel oder im Reisebüro nach, wo gerade Markttag ist.

Tipp:

Die schwimmenden Märke lassen sich sehr gut als Station in eine Bootsrundfahrt integrieren. Im Abschnitt "Kanus und Boote" haben wir die wichtigsten Infos für Sie zusammengestellt.

Die heißen Quellen von Khaung Daing

Um sich für einen ganzen oder halben Tag vom Reisestress zu erholen, sind die heißen Quellen von Khaung Dang genau richtig. Die natürlichen Thermalquellen liegen ungefähr 45 km (ca. 2 Std. mit dem Auto) von Taunggyi, der Hauptstadt des Shan Staates, entfernt.

Die heißen Quellen von Khaung Daing

Von Nyaungshwe aus sind die Quellen am besten mit dem Boot zu erreichen (ca. 30 min. Fahrzeit). Allein die Fahrt durch die etwas ruhigeren Seitenarme des Sees ist sehr lohnenswert.

Während der Trockenzeit, bei Außentemperaturen von über 30 Grad, in heißes Thermalwasser zu steigen erfordert etwas Überwindung. Zur Belohnung erscheint die Luft draußen, nach dem verlassen des Beckens, angenehm kühl. Das Thermalwasser soll gegen Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Arthritis helfen.

Die wichtigsten Infos zusammengefasst:
  • Das Spa ist in drei Bereiche aufgeteilt: Ein großer Pool für Frauen, einer für Männer und einen gemischten "VIP"-Bereich.
  • Die heißen Quellen haben täglich von 7 - 17 Uhr geöffnet.
  • Der Eintritt für den gemischten "VIP"-Bereich beträgt 5 $. Der Eintritt für die größeren, getrennten Pools ist etwas günstiger. Handtücher sind im Preis inbegriffen. Im VIP-Bereich gibt es eine kleine Bar.
Tipp:

Die heißen Quellen lassen sich sehr gut als Station in eine Bootsrundfahrt integrieren. Im Abschnitt "Kanus und Boote" haben wir die wichtigsten Infos für Sie zusammengestellt.

Die Höhlen von Pindaya

Pindaya ist ein kleiner Ort, ca. 80 km von Nyaungshwe entfernt. Die Hauptattraktion von Pindaya sind die Höhlen, die in einen Berg, oberhalb der Ortschaft führen.

Die Höhlen von Pindaya sind ein beliebter Pilgerort für gläubige Buddhisten.

Innerhalb der Höhle befinden sich über 8000 kleine und große Buddhastatuen.

Der Variantenreichtum und die Vielfalt der Statuen machen die Höhlen zu einem bedeutenden Beispiel buddhistischer Ikonografie.

Die verschiedenen Kammern sind über einen 150 m langen Pfad begehbar. In der Höhle herrscht eine einzigartige Atmosphäre. Einige der Kammern sind nur durch Kriechen zu erreichen.

Die wichtigsten Infos:
  • Von Nyaungshwe aus beträgt die Fahrzeit ca. 3,5 Std. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu den Höhlen zu gelangen. Entweder mit dem Taxi (50 - 70 $) oder mit dem Pickup bzw. Bus. Informieren Sie sich am besten im Reisebüro über die beste Möglichkeit.
  • Der Eingang befindet sich über der Shwe U Min Pagode. Diese ist über Treppen oder einen Fahrstuhl erreichbar.
Die Legende von Pindaya

Viele Legenden umranken diesen geheimnisvollen Ort. Eine besagt zum Beispiel, dass ein blockierter Pfad am Ende der Höhle, bis nach Bagan führt.

Noch verbreiteter ist die Legende von der riesigen Spinne, die sieben Prinzessinnen entführt und in die Höhle gesperrt hat. Glücklicherweise konnten die Prinzessinnen von Prinz Kummabhaya gerettet werden. Auf dem Weg zum Eingang der Höhle finden sich einige Statuen, die vom Kampf der Spinne mit dem Prinzen zeugen.

Phaung Daw U Pagode

Die Phaung Daw U Pagode steht im schwimmenden Dorf Ywama und wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Sie gilt als eine der heiligsten Stätten der Shan-Region. In der Pagode befinden sich fünf vergoldete Buddhastatuen.

Die ursprüngliche Form der zwischen 20 und 50 cm hohen Buddhas ist nicht mehr zu erkennen. Gläubige aus der ganzen Welt haben sie in dicke Goldklumpen verwandelt. Das bekleben der Statuen mit Blattgold soll Glück bringen.

Am besten lässt sich die Pagode im Rahmen einer Bootstour besichtigen. Das Boot legt direkt am Tempelareal an. Vor dem Betreten müssen die Besucher, wie üblich, die Schuhe ausziehen. Die Pagode bildet das Zentrum eines großen Platzes, auf dem sich auch ein kleiner Markt mit Souvenirs und einige Essensstände befinden.

Phaung Daw U Fest

Jedes Jahr zwischen September und Oktober findet das 18 Tage dauernde Phaung Daw U Festival statt. Im Rahmen des Festivals werden die fünf Buddhafiguren auf ein aufwendig dekoriertes Boot gestellt.

Das Boot wird dann von Einbeinruderern, im Uhrzeigersinn um den See gezogen. Die eindrucksvolle Prozession macht in den verschiedenen Dörfern um den See halt. Der Höhepunkt des Festes ist der Tag, an dem die Buddhas in Nyaungshwe ankommen.

Indein

Ein weiteres touristisches Highligt am Inle-See. Es geht vom See aus über einen Fluss, in das abgelegene Dorf Indein. Schon die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft ist ein Erlebnis. Trotz der zunehmenden Anzahl von Touristen hat das Dorf seinen ursprünglichen Charakter bewahrt.

Indein ist berühmt für seine über 1000 Stupas. Die Menge der verschieden großen Gebäude ist beeindruckend - Man kommt sich vor wie in einem dichten Wald aus Pagoden. Einige der Stupas sind bis auf kleine Steinhaufen verfallen, während andere vor Gold und Prunk glänzen.

Ein Besuch ist unbedingt zu empfehlen. Folgendes sollten Sie beachten:

  • Das Wasser im Fluss ist in den Sommermonaten sehr seicht. Während dieser Zeit kann Indein nicht mit dem Boot erreicht werden. Informieren Sie sich in Ihrem Hotel oder Reisebüro über die aktuelle Situation.
  • Für das Betreten des Dorfes wird eine Gebühr von 5 $ fällig. Die Besichtigung des Pagodenfeldes kostet noch einmal extra.
  • Wenn Sie das Dorf in Ruhe besichtigen möchten, sollten Sie dies am frühen Morgen oder am späten Nachmittag tun. Um die Mittagszeit ist es oft sehr voll. Manchmal hat der Bootsfahrer sogar Probleme, einen Parkplatz zu finden.
Tipp:

Auch die Fahrt nach Indein lässt sich sehr gut als Station in eine Bootsrundfahrt integrieren. Im Abschnitt "Kanus und Boote" haben wir alle wichtigen Infos für Sie zusammengestellt.

Maing Thauk Village

Das Dorf Maing Thauk liegt am Ostufer des Sees und ist sowohl mit dem Boot als auch über Land zu erreichen. Mit dem Fahrrad dauert die Fahrt, von Nyaungshwe aus ca. eine Stunde. Meist ist ein Besuch bereits als Station einer der vielfach angebotenen Bootsrundfahrten enthalten.

Ein Teil des Dorfes liegt im Wasser, hier Leben die Menschen in den typischen, auf Stelzen stehenden Häusern. Der andere Teil liegt an Land. Die beiden Ortsteile sind über einen langen Steg miteinander verbunden.

Auf dem Steg von Maing Thauk ist immer was los

Von der Hauptstraße aus, die durch das Zentrum führt, gelangt man nach einer kurzen Wanderung zu einem Waldkloster. Von hier aus bietet sich ein toller Blick über den See und die umliegende Landschaft.

Tipp

Gegenüber der Stelle, an der der lange Steg im Wasser endet, befindet sich ein kleines Restaurant. Besonders am frühen Abend, ist die Atmosphäre hier einzigartig. Bei einem kühlen Getränk und einem leckeren Abendessen (der Tomatensalat ist köstlich!) lässt sich prima das treiben im Dorf beobachten.

Kloster der springenden Katzen (Nga Hpe Kyaung)

Nga Hpe Kyaung ist ein Kloster, das komplett aus Holz und auf Stelzen erbaut wurde. Oft wird auch der englische Name "Jumping Cat Monastery" verwendet. Dieser Beiname kommt nicht von ungefähr - Wenn die Mönche, die im Kloster leben, gerade nicht meditieren, bringen sie ihren Katzen kleine Kunststücke bei.

Die Katzen springen durch Ringe und machen sogar Saltos. Zur Belohnung gibt es ein Leckerli.

Wer das eigensinnige Wesen von Katzen kennt, weiß, dass es schon ein Wunder grenzt, die Tiere dazu zu bewegen, Kunststücke zu vollführen. Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollten sie sich also nicht darauf verlassen, wirklich springende Katzen zu sehen. Manchmal haben die Katzen einfach keine Lust.

Manchmal haben die Katzen keine Lust auf das Showprogramm

Ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen den springenden Katzen. Im Inneren des Klosters finden sich wunderschöne Schnitzereien und reich verzierte Buddhastatuen. Die Mönche sind gerne bereit, den Besuchern mehr über die religiöse Bedeutung der verschiedenen Statuen zu erzählen.

Das komplett aus Holz erbaute Kloster ist mit aufwendigen Schnitzereien verziert

Direkt an das Kloster grenzt ein kleiner Markt, auf dem T-Shirts und Souvenirs verkauft werden. Von der Terrasse, am Ende des Marktes, hat man einen fantastischen Blick auf die umliegenden schwimmenden Tomatengärten.

Besuchen Sie das Kloster am besten im Rahmen einer Bootsrundfahrt. Im Abschnitt "Kanus und Boote" haben wir die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Trekking nach Kalaw

Für Abenteuerer und Naturliebhaber ist die Trekkingtour vom Inle-See nach Kalaw unbedingt zu empfehlen. Während der Wanderung durch die wunderschöne, hügelige Landschaft, erhalten Sie einmalige Einblicke in das echte Leben der Bergvölker.

Frauen bei der Feldarbeit - Foto von Imke Stahlmann - CC

Route

Wir empfehlen, einen erfahrenen Guide für die Trekkingtour zu buchen. Für die Wanderung werden verschiedene Routen angeboten. Die gängigste Variante dauert drei Tage. Es wird zweimal in kleinen Dörfern übernachtet:

Tag 1

Nyaungshwe - Indein (meist mit dem Boot) - Hti Thein (Übernachtung im Kloster)

Tag 2

Durch mehrere kleine Dörfer nach Pyin Thar (zweite Übernachtung)

Tag 3

Restliche Strecke nach Kalaw.

Natürlich funktioniert die Tour auch andersherum, also von Kalaw aus an den Inle-See. In Kalaw gibt es einige Tourenanbieter, die diese Variante anbieten. Fragen Sie am besten in Ihrer Unterkunft nach.

Tipps für die Wanderung:

  • In Nyaungshwe gibt es einige Tourenanbieter und Guides. Empfehlenswert ist z.B. Thu Thus Reisebüro an der Hauptstraße, in der Nähe des Marktes. Natürlich kann die Route für die Wanderung individuell angepasst werden.
  • Trekkingtouren kosten in der Regel um die 10 000 Kyat pro Tag. Meist ist ein kleiner Imbiss oder ein Abendessen (bei Mehrtagestouren) im Preis enthalten.
  • Achten Sie darauf, dass die Gruppe für die Wanderung nicht zu groß ist. Vier bis sechs Personen sind genau richtig. Manche Veranstalter packen bis zu 20 Personen in eine Gruppe.
  • Ein durchschnittlicher Wandertag geht von ca. 8 Uhr bis 17 Uhr. Es werden bis zu 20 km zurückgelegt.
  • Stellen Sie sich darauf ein, dass die Übernachtungsmöglichkeiten sehr einfach sind. Oft gibt es nur kaltes Wasser und eine Bambusmatte als Bett.
  • In der Regel begleitet ein eigener Koch die Expedition und zaubert hervorragende lokale Gerichte für die hungrigen Wanderer.
  • So eine Wanderung kann ganz schön anstrengend werden. Sie sollten einigermaßen gut zu Fuß sein und stabiles Schuhwerk tragen. Ein Großteil der Strecke führt durch unwegsames gebirgiges Gelände.
  • Im Sommer kann es sehr heiß werden. Nehmen Sie mindestens 2 - 3 Liter Wasser pro Person mit. Oft kommt man für längere Zeit nicht an einem Laden vorbei.

Vogelbeobachtung

Anders als die landschaftlichen Highlights, wird die vielfältige Tierwelt am See oft vernachlässigt. Viele Besucher verpassen es, die wunderschönen Wasservögel zu bestaunen, die am Inle-See zuhause sind.

Der ganze See ist Vogelschutzgebiet. Tausende Wasservögel nutzen den See als Brutstätte. Einige Arten sind sehr selten und nur am Inle-See zu beobachten.

Prachtvoll und sehr selten:

Das Fasanblatthühnchen mit seinem Fasanartigen Schwanz lässt sich am besten in der Regenzeit (Dezember und Januar) beobachten. Dann tragen die Vögel ihr wunderschönes Brutkleid.

Fasanblatthühnchen - Foto von Alnus - CC

Noch einige Tipps für die erfolgreiche Vogelbeobachtung:
  • Buchen Sie einen kompetenten Guide. Der Guide sollte die englischen Namen der Vögel und die besten Plätze zum Beobachten kennen.
  • Ein guter Guide kostet zwischen 15 und 20 $. Boot und Fahrer müssen extra bezahlt werden. Das Geld für den Guide wird - zumindest teilweise - für die Erhaltung des Vogelschutzgebiets verwendet. Fragen Sie in Ihrer Unterkunft nach einem kompetenten Guide.
  • Ferngläser müssen selbst mitgebracht werden.
  • Starten Sie Ihre Tour früh morgens. Die Vögel sind dann am aktivsten.