Politische Lage in Myanmar

Myanmar stand mehr als fünfzig Jahre unter der Herrschaft einer Militärdiktatur. Über diesen Zeitraum war das Land von der restlichen Welt abgeschottet. Im Jahr 2010 fanden die ersten Wahlen nach Jahrzehnten statt. 2011 wurde dann eine zivile Regierung eingesetzt. Seit 2016 gibt es einen zivilen Präsidenten.

Die Landesflagge Myanmars

Trotz seines Ressourcenreichtums zählt Myanmar zu den zehn ärmsten Ländern Asiens. Die jahrelange Misswirtschaft der Militärregierung und die Sanktionen des Westens haben das Land regelrecht ausgesaugt.

2010 fanden nach zwanzig Jahren wieder die ersten Wahlen statt

Nach den Wahlen 2010 begann der plötzliche und rasante Wandel. Die Regierung befindet sich auf Reformkurs. Die Freilassung politischer Gefangener, die Aufhebung der Zensur und die Fortschritte im Friedensprozess mit den ethnischen Minderheiten lassen auf eine weitere Öffnung des Landes hoffen.

Im Februar 2011 wurde eine zivile Regierung eingesetzt

Die Politikerin Aung San Suu Kyi setzt sich seit den späten 1980er Jahren mit ihrer Partei NLD (Nationale Liga für Demokratie) für die Demokratisierung des Landes ein. Sie hat große Unterstützung in der Bevölkerung Myanmars und erhielt 1991 den Friedensnobelpreis. Aung San Suu Kyi stand bis 2010 unter einem von der Militärregierung verhängten Hausarrest. Im April 2012 gewann Aung San Suu Kyi die Abgeordnetenwahl in Ihrem Wahlkreis und ist seit Mai 2012 Parlamentsabgeordnete.

Anfang 2016 - Erster ziviler Präsident nach Militärherrschaft

Bei der letzen, demokratischen Wahl im November 2015 gewann die Nationalliga für Demokratie (NLD) der Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament. Dank der gewonnenen Wahl durfte die NLD den Präsidenten bestimmen.

Aung San Suu Kyi darf nicht selbst Präsidentin werden. Laut der Verfassung von Myanmar darf das niemand, der ausländische Familienangehörige hat. Aung San Suu Kyi hat zwei Söhne mit britischer Staatsangehörigkeit.

An Aung San Suu Kyis Stelle wurde ihr enger Freund und Vertrauter Htin Kyaw mit großer Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Auch nach den demokratischen Wahlen hat das Militär noch viel Macht in Myanmar. Den Generälen stehen 25% der Sitze im Parlament zu.

Seit einigen Monaten befindet sich die Regierung auf Reformkurs

Wer nach Myanmar reist, kann die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit und Demokratie spüren. Die rasend schnelle Öffnung des Landes bringt jedoch auch Probleme mit sich. Die Gesellschaft Myanmars, mit ihrer reichen, Jahrtausende alten Kultur, sieht sich neuen Einflüssen wie z.B. ausländischen Investoren, die es auf die Rohstoffe des Landes abgesehen haben, ausgesetzt.

Die meisten Bürger Myanmars sehen die Entwicklung ihres Landes mit einer Mischung aus Skepsis und Hoffnung. Viele können noch nicht glauben, dass sie heute frei sagen können, wofür Sie noch vor zwei Jahren eingesperrt worden wären. Was alle vereint, ist der feste Glaube an eine bessere Zukunft.

Einige Teile des Landes sind immer noch für Touristen gesperrt

Die touristisch wichtigsten Reiseziele sind problemlos und sicher zu bereisen

Weitere Informationen zur Sicherheitslage in Myanmar finden Sie auf der Seite "Reiseinfos / Sicherheit".

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